ux31balken

Schon im November habe ich hier im Windows Magazin meine Liebe zu den neuen “Ultrabooks” gebeichtet. Damals war ich mit dem Lenovo U300s unterwegs. Kurz vor den Weihnachtsferien stieg ich auf ein Asus UX31 um und lebe jetzt quasi in Bigamie – ich kann keines der beiden wirklich verlassen.

Ultrabooks, das sind superkompakte Laptops bei denen man keine Kompromisse in Bezug auf Leistung machen muß. Mein Arbeitsplatz-PC, ein zwei Jahre alter “Mobile Workstation” Rechner mit damals Top Leistungswerten ist in praktisch allen Tests deutlich langsamer als die leistungsschwache Variante der Ultrabooks, die einen Intel Core i5 Prozessor eingebaut haben. Die Batterie hält auch “in Echt” sechs Stunden und mehr durch und dabei sind die PCs so flach, dass man sie in einem Zeitschriftenstapel schon mal ausversehen ins Altpapier geben könnte.

8888Asus nennt seine Ultrabooks auch “Zenbooks” und bietet sie in zwei Größen an. Das UX21 ist etwas kleiner ausgefallen, dafür bietet das UX31 eine höhere Bildschirmauflösung und einige zusätzliche Anschlüsse. Für das Arbeiten und Surfen an den Weihnachtstagen habe ich die “kleinste” Variante des UX31 mitgenommen, die mit dem i5 Prozessor und einer 128 GByte großen Festplatte auskommen muß, dafür aber im Handel auch unter tausend Euro zu haben ist.

Beim Auspacken gab es viele gute Überraschungen. Asus liefert eine Menge Zubehör mit, die bei anderen Herstellern extra erworben werden müssen. Ein Adapter verbindet mit verdrahteten Netzwerken, ein zweiter bietet den VGA-Anschluß, den jeder braucht, der mal per Beamer unterwegs eine Präsentation an die Wand werfen muß, weil nur selten die Beamer vor Ort einen HDMI-Port haben. Und eine braune Tasche für den PC, einem Dokumentenumschlag nicht unähnlich, ist auch dabei. In die paßt allerdings nicht das Netzteil, welches auch noch die Bauform eines Steckernetzteils hat und daher eine Mehrfachsteckdose doppelt blockieren kann. Der Anschlußstecker für den Strom ist noch dazu extrem klein und kommt mir etwas zerbrechlich vor.

Da ich gerne mehrere Fenster gleichzeitig auf dem Bildschirm nutze und auch die eine oder andere große Excel-Datei bearbeite, freut mich die hohe Bildschirmauflösung von 1600 mal 900 Bildpunkten – auch wenn das Display wie so viele unangenehm spiegelt und nicht besonders blickwinkelstabil wirkt. Die Tastatur hat einen interessanten metallischen Look und einen etwas harten aber noch angenehmen Anschlag, ist aber leider nicht beleuchet. Bemerkenswert ist allerdings der Klang – Asus zaubert mit Hilfe von Bang und Olufsen aus dem flachen Gehäuse einen kraftvollen Sound, der natürlich nicht mit echten Lautsprechern mithalten kann, aber gegenüber anderen Ultrabooks enorm punktet. Schrecklich irritirend ist allerdings die Ein/Aus-Taste; sie befindet sich rechts oben im Eck und ich habe sie schon ein, zwei mal erwischt, als ich eigentlich mit der Backspace-Taste einen Text löschen wollte.

clip_image002Zum Glück hat Asus einen “Instant On” Modus in die UX-Geräte eingebaut, der verblüffend schnell funktioniert. In wenigen Augenblicken (Asus spricht von zwei Sekunden) ist das Gerät aus dem Standby betriebsbereit. Wenn der PC “schläft”, hält die Batterie auch viele Tage und eine vorinstallierte Software zeigt auch an, wie lange man noch arbeiten oder aber den PC beiseite legen kann.

Allerdings kann ich im Nachhinein nicht empfehlen, das Gerät über die Feiertage mitzunehmen und zu benutzen. Zu oft mußte ich mir erklären, daß es sich hier nicht um ein edles Geschenk handelte, sondern nur um ein Arbeitsgerät für meinen Job. Die Antwort “So einen Job will ich auch mal haben…” nahm ich dann aber gerne als Lob.