PCs und Internet sind für Kinder heute das Normalste von der Welt – und entsprechend nutzen sie diese. Sollen sie auch! Aber nicht unbedingt auf unsicheren Seiten surfen oder das elterliche Konto mit Apps leer kaufen. Dafür gibt es in Windows 8 einige Sicherheitsfunktionen frei Haus.

Jedem sein eigenes Konto

Mit Windows 8 bleiben Sie als Eltern im Bilde, womit sich Ihre Kinder am PC die Zeit vertreiben, ganz gleich, wo sie diesen nutzen. Die beste Möglichkeit: Eltern melden sich als Computeradministrator an und jedes Kind erhält sein eigenes Standardkonten. Dabei werden unter Windows 8 vom Administrator (dem Elternteil) eingerichtete Konten automatisch als Standardkonten erstellt. Sie müssen dafür nur ein Windows-Benutzerkonto für jedes Kind einrichten, das Kontrollkästchen zum Einschalten von Family Safety aktivieren und dann die wöchentlichen Berichte durchgehen, in denen die PC-Nutzung der Kinder protokolliert wird. Es sind keine zusätzlichen Downloads, Installations-Assistenten oder Konfigurationsschritte erforderlich. Lediglich ein Kontrollkästchen muss aktiviert werden. 

 Der Vorteil: Kinder

  • haben keinen Zugriff auf E-Mail, Onlinekonten, Dokumente usw. ihrer Eltern.
  • können ihre eigenen Kontoeinstellungen nach Belieben ohne Auswirkungen auf das Konto ihrer Eltern ändern.
  • können keine Schadsoftware oder andere fragwürdige Dateien herunterladen, da die dies automatisch durch die SmartScreen-Filterwarnungen zur Anwendungszuverlässigkeit verhindert wird.

Alle Aktivitäten stets im Blick - ohne über die Schulter gucken zu müssen

In der Vergangenheit konzentrierten sich viele Softwarelösungen der Computerbranche (Microsoft eingeschlossen) auf Webfilterung und andere softwarebasierte Einschränkungen. Dies ging mit einer komplexeren Einrichtung und einem stetigen Strom von Anfragen nach elterlicher Zustimmung einher, der vor allem eine aufwändige Verwaltung zum Nachteil hatte. Das Ende vom Lied: Viele Eltern gaben Familiensicherheitsprodukte völlig auf und kehrten zur alleinigen persönlichen Kontrolle zurück – eine Methode, die mit der zunehmenden Mobilität von Computern immer weniger effektiv geworden ist.

Windows 8 hingegen bietet einen Ansatz, der informative Aktivitätsberichte für jedes Kind zur Verfügung stellt. Wenn Sie ein separates Benutzerkonto für jedes Kind eingerichtet, das Kontrollkästchen zum Einschalten von Family Safety aktiviert haben, hat sich das Thema "Einrichtung" eigentlich schon erledigt. Sie erhalten umgehend eine Willkommens-E-Mail, gefolgt von wöchentlichen E-Mail-Berichten mit einer Zusammenfassung der Computeraktivitäten Ihres Kinds. So können Sie sozusagen erst einmal ihr Kind an der langen Leine laufen lassen und bei fragwürdigen Aktionen Diese Aktivitätsberichte sind bereits eine große Hilfe, Ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Computern beizubringen. Natürlich können Sie auch leicht Einschränkungen hinzufügen, indem Sie einfach auf einen Link im Aktivitätsbericht klicken. 

So wenig wie möglich, so viel wie möglich

Die Aktivitätsberichte sind bereits ein sehr hilfreiches Werkzeug, um zu sehen, ob der Nachwuchs wirklich Mathehausaufgaben macht oder doch im Internet daddelt. Wenn jedoch mehr Kontrolle nötig ist, können Sie bei Bedarf mithilfe von direkten Links aus den Aktivitätsberichts-E-Mails oder auf familysafety.microsoft.com stärkere und anpassbare Einschränkungen einrichten. Zusätzlich zu den derzeit unter Windows 7 verfügbaren Einschränkungen gibt es Windows 8 einige Neues:

  • Webfilterung: Sie können zwischen mehreren Webfilterungsstufen wählen.

Screenshot von Einstellungen auf der Webfilterungseinstellungsseite, von "nur Liste "Zulassen"" bis "Warnung bei nicht jugendfreiem Inhalt"

  • SafeSearch: Bei aktivierter Webfilterung ist SafeSearch für beliebte Suchmaschinen wie BingGoogle und Yahoo in der Einstellung "Streng" fixiert. Dadurch werden nicht jugendfreie Texte, Bilder und Videos aus den Suchergebnissen gefiltert.
  • Zeitlimits: Unter Windows 8 können Sie die Stundenzahl begrenzen, die Ihr Kind den PC pro Tag nutzen kann. Sie könnten zum Beispiel am Abend vor Schultagen ein Limit von einer und am Wochenende von zwei Stunden einstellen. Diese Funktion ergänzt die Schlafenszeitlimits, die derzeit unter Windows 7 zur Verfügung stehen.
  • Windows Store: In den Aktivitätsberichten werden die letzten Downloads aus dem Windows Store aufgelistet. Sie können eine Spielbewertungsstufe einstellen, die verhindert, dass Ihren Kindern im Windows Store Apps jenseits einer bestimmten Alterseinstufung angezeigt werden.
  • Einschränkungen für Apps und Spiele: Wie unter Windows 7 können Sie bestimmte Apps und Spiele blockieren oder eine angemessene Spielbewertungsstufe festlegen.