Tablets gibt es viele - was also macht Surface so anders? Dem wollen wir in diesem Magazinbeitrag auf die Spur gehen. Oder anders ausgedrückt: Was unterscheidet Surface von Apples iPad oder vielen Tablets mit Android-Betriebssystem.

Ein Betriebssystem mit vielen Möglichkeiten

"Surface – ein Gerät für alles in Ihrem Leben" - so lautet das Versprechen von Surface und meint, dass man mit dem Tablet bestens gewappnet ist für alle Aufgaben des digitalen Alltag: Das fängt morgens mit der Lektüre der digitalen Tageszeit an reicht über tägliche Anforderungen des Berufsleben wie Meetings, Präsentationen, Tabellenkalkulationen, Schriftwechsel und E-Mails bis hin zur abendlichen Entspannung mit Filmen, Musik, Austausch mit Freunden. Und so liegt einer der Hauptunterschiede zu anderen Tablets auch im Betriebssystem: Auf allen Surface-Geräten kommt Windows 8.1 zum Einsatz, das Betriebssystem, welches man auch von herkömmlichen Notebooks und PCs kennt, wenn auch in zwei Varianten: Auf Surface und Surface 2 läuft mit der Windows RT eine Version, die speziell für ARM-Prozessoren entwickelt wurde, auf Surface Pro 2 hingegen das „normale“ Windows 8.1 Pro. Der Hauptunterschied: Während auf Surface Pro 2 neben Apps aus dem Windows Store auch gängige Software installiert werden kann, die auf dem Desktop ausgeführt wird, lassen sich auf Surface und Surface 2 nur Apps aus dem Windows Store installieren.

Beiden Betriebssystemversionen gemein sind aber zwei wichtige Unterschiede zu Apples iOS und Android: Auf iPad und Android-Tablets lässt sich nur eine App anzeigen. Auf Surface-Geräten können Sie zwei Apps nebeneinander andocken, also beispielsweise einen Film ansehen und gleichzeitig Ihren Mail-Eingang im Auge behalten. Zudem können Sie bei Surface-Geräten für jeden Benutzer ein eigenes Konto anlegen – somit kann jedes Familienmitglied seine Benutzeroberfläche individuell gestalten, sein eigenes Microsoft-Konto und die damit verbunden 7 GByte Online-Speicher nutzen und Dateien sowie Mails getrennt halten.

Apps: Die moderne Software-Welt

Mit der Entscheidung für ein Betriebssystem hat man als Tablet-Käufer nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Geräten, man legt sich auch auf einen bestimmten App-Store gepaart mit entsprechenden Online-Diensten fest. Bei der Anzahl der Apps in den jeweiligen Stores liegen Android und iOS mit rund einer Million etwa gleich auf. Die Anzahl der Apps im Windows Store ist derzeit mit etwa 140.000 noch deutlich niedriger – doch es werden stetig mehr. Zudem kann man bei Surface Pro 2 dank Windows 8.1 zusätzlich noch die komplette Palette der herkömmlichen Windows-Programme nutzen. Bei Windows RT besteht diese Option nicht: Es gibt zwar einen Desktop-Modus, aber nur mit den von Microsoft vorinstallierten Programmen, da herkömmliche Windows-Programme nur auf x86-Prozessoren laufen, in Windows-RT-Tablets werden ARM-Prozessoren eingesetzt. Zu den vorinstallierten Programmen auf Surface und Surface 2 zählt aber Microsoft Office 2013 RT einschließlich Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook. Bei allen Surface-Geräten sind zudem zahlreiche Apps vorinstalliert, beispielsweise für Mail, Kalender, Kontakte, Karten, Fotos, Musik, Videos, Kochen & Genuss und vieles mehr.

Zudem benötigt man bei Android- oder iOS-Geräten für viele Aufgaben eine App, die bei Windows bereits durch das Betriebssystem abgedeckt wird, etwa den Zugriff auf das Dateisystem, auf Netzwerkspeicher oder zum Drucken.

Anschlussfreudige Hardware

Insbesondere gegenüber Apples iPad kann Surface bei einem weiteren Aspekt punkten: Den Anschlüssen. Um eine microSD-Karte oder ein USB-Gerät an ein iPad anzuschließen, muss man einen Adapter kaufen. Surface-Tablets verfügen von Haus über entsprechende Anschlüsse. So lassen sich problemlos Geräte wie externe Festplatten, Drucker oder Kameras direkt anschließen. Die größte Kompatibilität bietet hier das Surface Pro 2. Bei Surface und Surface 2 werden Geräte, die nicht durch die Standard-Treiber in Windows 8.1 RT abgedeckt sind, nicht unterstützt, weil man keine Treiber nachinstallieren kann. Doch die Anzahl der unterstützen Geräte ist immer noch immens.

Dank des integrierten microSD-Slots lässt sich zudem der Speicherplatz des Surface unkompliziert und integriert erweitern, ohne dass man immer eine externe Festplatte mitnehmen muss. Apropos Speicherplatz: Surface 2 Pro gibt es übrigens mit bis zu 512 GByte Speicherplatz, dreimal so viel, wie aktuelle Apple-Geräte bieten.

Und noch ein nützliches Ausstattungsmerkmal hat Surface gleich eingebaut: Den Klappständer. Dieser Klappständer bietet zwei Aufstellpositionen. So kann man das Surface so benutzen, wie es für Sie am bequemsten ist. Auf dem Schreibtisch oder auf dem Schoß – immer der richtige Winkel für perfekte Sicht auf den Bildschirm.

Ein weiteres komfortables Zubehör lässt sich mit dem Cover zusätzlich erwerben. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine einfache Schutzhülle, sondern es ist eine Schutzabdeckung, auf der man schreiben kann, je nach Ausführung sogar mit Hintergrundbeleuchtung für die Tasten. Dabei sind zwei Varianten erhältlich: Das flachen und leichten Touch-Cover kombiniert Schutzhülle mit einer druckempfindlichen Tastatur, das Type-Cover mit klassischen mechanischen Tasten für schnelles Tippen.

Weitere Unterschiede, beispielsweise Bildschirmgröße und Akku-Laufzeit, finden Sie hier im Vergleich unterschiedlicher Geräte auf den Windows-Seiten.